19.04.2026
Mode als Ausdruck und Haltung – auf dem Weg zur Blitzausstellung

Nach dem inspirierenden Auftakt im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg und der Begegnung mit den Arbeiten von Lamine Badian Kouyaté ist der WP9-Kunstkurs nun mitten in der praktischen Arbeitsphase angekommen.

Die Schüler:innen haben begonnen, ihre eigenen Ideen weiterzuentwickeln und in konkrete gestalterische Prozesse zu übersetzen. Es entstehen ganz unterschiedliche Projekte. Einige Schüler:innen arbeiten mit textilen Materialien, häkeln, nähen oder verändern vorhandene Kleidungsstücke andere zeichnen, drucken, collagieren oder entwickeln eigene (tragbare) Objekte.

Inhaltlich knüpfen die Schüler:innen an die Fragen an, die im Anschluss an den Ausstellungsbesuch gemeinsam gesammelt wurden, und entwickeln diese nun eigenständig weiter: Welche Schönheitsvorstellungen prägen uns – und wer legt sie fest? Welche Wirkung haben Beleidigungen – und was passiert, wenn man sie sichtbar macht? Was passiert, wenn ein tabuisiertes Thema sichtbar und öffentlich getragen wird? Was bedeutet es, sich jenseits von Normschönheit zu inszenieren? Wie kann ein T-Shirt als Träger politischer Botschaften und als Form des Protests eingesetzt werden? Warum kann Kleidung gleichzeitig schützen und einengen?

Im Arbeitsprozess hinterfragen die Schüler:innen ihre Entscheidungen fortlaufend und reflektieren, wie ihre Intention von Betrachter:innen verstanden werden kann. Parallel dazu entstehen erste Überlegungen zur Präsentation in der Blitzausstellung – ein spannender Prozess, dessen Ergebnisse am 21. Mai präsentiert werden. Wir freuen uns über viele Besucher:innen!

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