17.05.2026
Kunst – Forschung – Identität?
Was hat denn ein Forscher mit Kunst zu tun?
Wir sind Kunstpioniere und forschen in der Kunst?
Natürlich haben wir alle eine Vorstellung, was Kunst ist und was Künstler machen. Bilder malen, Skulpturen bauen, filmen und fotografieren. Forscher jedoch experimentieren, arbeiten mit Mikroskopen und manchmal kommt es sogar zu einer Explosion.
Wir gehen mit unseren Vorstellungen in das Kunsthaus Hamburg und treffen dort einen echten Künstler – Harald. Harald zeigt uns in der aktuellen Ausstellung „Systemfehler Mensch“, was Kunst sein kann. Die Werke von vielen Künstlerinnen und Künstlern aus Hamburg erstaunen uns und wir sind irritiert was alles zur Kunst gehört und womit sie sich beschäftigt: Der Mensch mit Bildschirmgesicht, die Erde als Platinen dargestellt und die scheinbaren Naturbilder entpuppen sich als Kabel- und Drahtgewirr.
Zurück in der Schule reden wir über unseren Ausstellungsbesuch und sortieren, welche Bilder im Kopf geblieben sind, welche uns gefallen und welche uns besonders verwirrt haben. Wir stellen uns die Frage, in welcher Welt wir leben. Eine Welt mit ihrer Natur und vielen Menschen. Oder eher eine Welt mit viel Technik, Computern und Robotern. Computer spielen macht Spaß. Aber sich mit Freunden treffen und auf der Wiese Fußball spielen ist auch toll. Welche Lebenswelt gefällt mir besser? Wer bin ich in dieser Welt? Und was gehört zu mir? Mein Aussehen, Hobbies, mein Name, Herkunft, Lieblingsessen, Familie, Freunde…
Wir starten unsere Forscherreise und sammeln in einer eigenen Collage, was uns gefällt und was uns interessiert. Es entwickeln sich unterschiedliche, persönliche Themen wie Natur, Essen, China, Augen, Haare, Weltraum, „six-seven“, die in der Stationsarbeit in der Kunstwerkstatt mit Materialien wie Wolle, Stoff, Modelliermasse, Papier, u.v.m. vertieft werden. Bei einzelnen Arbeitsbesprechungen können wir erste individuelle Forscherfragen entwickeln.
Nun sind wir gespannt auf unseren nächsten Besuch im Kunsthaus. Dort werden wir die Ausstellung „Whispers“ von Melika Kara sehen und unsere Forschungen zu unserer Identität fortsetzen. Denn wenn auch viele Fragen offen sind, eins steht mittlerweile fest, wir sind Kunstpioniere.