28.01.2022
Making-of: Blitzausstellung zu Nolde und der Norden

Was ist ein/e Kunstpionier:in? Kann ich das sein? 

Es gab viele Fragen und eine große Neugierde in den Wochen des Projektes Kunstpioniere.Vor dem Ausstellungsbesuch wurde philosophiert.

Was ist das, was wir sehen?

Wer bestimmt, dass das was wir sehen den Namen, den wir dafür kennen, trägt?

Kann unsere Fantasie einen Gegenstand so verändern, dass er plötzlich einen ganz anderen Namen trägt?

Nach dem Besuch im Bucerius Kunst Forum ging das Fragenstellen weiter. Was verbinde ich mit dem Wort ICH? Was versteckt sich für ein Gefühl für mich hinter der Fotografie einer Elefantenherde?

Neben dem Dialog mit den Mitschüler:innen ging es außerdem um das Begründen der eigenen Empfindung und Wahrnehmung.
Nach einigen Besuchen von Meike Klapprodt, krankheitsbedingten Ausfällen, sehr viel  Gedankenschmalz und dem Finden der eigenen Frage, begann endlich die Phase des praktischen Arbeitens.
Die Ansage „Gestalte was du möchtest, wie du möchtest“ löste ein riesiges Durcheinander aus, ein kreativer Aufschrei der Handlungsfreiheit und eine anfängliche Reizüberflutung von Möglichkeiten. Nach dem ersten Chaos war es in dem Raum plötzlich still, jede:r arbeitete mit vor Aufregung geröteten Wangen und höchster Konzentration an der Gestaltung und Verwirklichung seiner ganz eigenen Idee. Die Heißklebepistole, Kreppband, Panzertape, Tapetenrollen, Coronatestverpackungen und Schuhkartons waren sehr beliebt. Es wurde skizziert, geklebt, erkundet, verbessert, zerschnitten, gefüllt und sich gegenseitig beraten. Ein Schulalltag voll künstlerischer Dynamik und Zuversicht.

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