08.02.2026
Fragile, vergängliche Spuren sichtbar machen

Kunstpioniere am IKG - Making-of

Im Rahmen der ästhetischen Forschung setzte sich der Kunstpioniere-Kurs Klasse 10 mit der Ausstellung „Temporary Bodies“ im Kunstverein Harburger Bahnhof auseinander. Ausgangspunkt der Arbeit waren Fragen nach Endlichkeit und Verlust – Themen, die in der Ausstellung sichtbar, aber nicht eindeutig beantwortet werden. Die Führung durch die Ausstellung durch die Kuratorin Karla Hülskamp, half die Positionen der ausgestellten Arbeiten als temporäres Archiv zu begreifen: verletzlich, vergänglich und in Bewegung.

Der anschließende individuelle Forschungsprozess war weniger von festen Ergebnissen als von Beobachtungen, Irritationen und persönlichen Zugängen geprägt. Die Schüler:innen näherten sich den Werken zeichnend, fotografierend, schreibend und im Gespräch. Im kreativen Prozess wurden z.B. Körper nicht nur als physische Formen, sondern als fragile, vergängliche Spuren verstanden. Das menschliche Verlangen, Erinnerungen, Momente und Objekte festzuhalten, bildeten für einige im Kurs einen Ansatz für die eigene künstlerische Arbeit. Leerstellen, Materialveränderungen und das Verschwinden von Formen spielten immer wieder eine zentrale Rolle.

Unterstützt wurde die individuelle künstlerische Arbeit von der Künstlerin Saskia Senge, die den Prozess intensiv begleitete und spannende Impulse zur Vertiefung der eigenen Fragestellungen gab. Während des Arbeitens entstand so ein bewusster Umgang mit Zeit: langsames Betrachten, Wiederholen und Verwerfen gehörten ebenso dazu wie das Akzeptieren von Unsicherheit. Verlust wurde nicht nur thematisch, sondern auch im Prozess erfahrbar – etwa, wenn Ideen verworfen oder Arbeiten (wahrscheinlich) bewusst unvollendet gelassen werden.

Das Making-of macht sichtbar, dass ästhetische Forschung hier als offener Prozess verstanden wurde. Sie ermöglichte dem Kurs, sich Endlichkeit nicht erklärend, sondern erfahrend zu nähern, was allen im Kurs großen Spaß gemacht hat.

Nun freuen wir uns darauf, die eigenen Arbeiten im Rahmen der Blitzausstellung am 26.02.26 zu zeigen. Kommt vorbei!

 

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