22.02.2026
Der Radikalität radikal entgegentreten

Der Ausgangspunkt unserer Arbeit, die NSU-Morde, und deren politisches Fundament, der Faschismus, sind ein Thema, dem zu begegnen nicht leicht war und ist. Darauf kreativ und mit künstlerischen Mitteln zu reagieren, stellte eine Herausforderung und manchmal vielleicht auch eine Überforderung dar.

Dennoch haben die Schüler:innen es geschafft, ihre ganz eigenen und persönlichen Zugänge zu finden. Alle sind nun mittendrin und vertieft in ihre Arbeit. Barbies lernen fliegen, der Ton wird eingespielt, Häuser wachsen, Zeichnungen entstehen, Kussmünder stapeln sich und Wörter finden zueinander. Immer wieder treten die Schüler:innen zurück und verändern, überprüfen und verrücken Dinge in ihren Werken. Mit der Hilfe von André Lützen eröffnen sie weitere, spannende Perspektiven und ihre Arbeiten gewinnen immer mehr an Vielschichtigkeit und Tiefe und zeugen auch von ihren persönlichen Verwicklungen und Erfahrungen mit den gesellschaftlichen Strukturen des Radikalismus und Rassismus.

Und auch wenn die kreative Auseinandersetzung mit dieser Thematik kein Grund zur Freude ist, sind wir dennoch gespannt auf unsere nahende Ausstellung und hoffen, damit das Bewusstsein für die Problematiken und Gefahren des Nazismus sensibilisieren und schärfen zu können.

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